Die Zukunft europäischer Wälder

INTEGRAL lautet die Abkürzung eines von der EU geförderten Forschungsprojektes, bei dem die zukünftigen Entwicklungen der europäischen Forst- und Waldlandschaften antizipiert werden sollen. Elmar Schüll vom Zentrum für Zukunftsstudien koordiniert und begleitet in diesem Zusammenhang 20 Szenario-Prozesse in 10 europäischen Ländern. Am Campus Urstein ging Anfang Februar eine Tagung zu Ende, an der über 60 Forscherinnen und Forscher aus 14 europäischen Ländern teilgenommen hatten.

Besonders drei Aspekte des INTEGRAL-Projektes wurden bei dem Treffen deutlich: die Internationalität, die Interdisziplinarität und der Anwendungsbezug. Ein Ziel des auf vier Jahre angelegten Forschungsprojektes besteht darin, die naturwissenschaftlichen Modelle zur Abbildung und Prognose von Waldentwicklung um sozialwissenschaftliche Erkenntnisse zu erweitern. Dabei gilt es, die unterschiedlichen Verhältnisse in den europäischen Ländern zu berücksichtigen. Die Spannbreite reicht von ausschließlich auf Holzertrag optimierten Waldbeständen in Schweden bis hin zu Bergwäldern in Italien, auf die fast nur natürliche Einflüsse einwirken. Dementsprechend schwanken auch die Ansprüche der Waldnutzer und deren Vorstellungen, wie ein idealer Wald auszusehen hat.

„Für das Zentrum für Zukunftsstudien ist es eine tolle Aufgabe, unsere Erfahrung bei zukunftsbezogener Forschung in so ein großes und internationales Forschungsprojekt einbringen zu können“, betont Markus Pausch, stv. Leiter des Zentrums für Zukunftsstudien.

Autor: Elmar Schüll