Forschung als Publikumsmagnet

Über 7.000 Besucher/-innen bei der Langen Nacht der Forschung in Salzburg: Die Lange Nacht der Forschung erwies sich einmal mehr als Publikumsmagnet. Alleine in Salzburg gingen bei Österreichs größtem Forschungsevent über 7.000 Interessierte auf Entdeckungstour. Bei insgesamt 114 Forschungsstationen an elf verschiedenen Standorten in Stadt und Land Salzburg wurden Türen geöffnet, die sonst für die Öffentlichkeit verschlossen bleiben.

Über 7.000 Besucher/-innen bei der Langen Nacht der Forschung in Salzburg

Die Lange Nacht der Forschung erwies sich einmal mehr als Publikumsmagnet. Alleine in Salzburg gingen bei Österreichs größtem Forschungsevent über 7.000 Interessierte auf Entdeckungstour. Bei insgesamt 114 Forschungsstationen an elf verschiedenen Standorten in Stadt und Land Salzburg wurden Türen geöffnet, die sonst für die Öffentlichkeit verschlossen bleiben.

Salzburg, 23. April 2016. Rund 400 Salzburger Forscherinnen und Forscher standen dem Publikum eine Nacht lang Rede und Antwort. Die Besucherinnen und Besucher konnten durch Operationsmikroskope blicken, für die Forschung ordentlich in die Pedale treten, im Realtime-Flugsimulator in die Rolle von Pilot/-innen oder Lots/-innen schlüpfen, den Fingerabdruck eines Baumes vermessen, einen kleinen Tornado simulieren und vieles mehr entdecken.

Exzellente Forschung made in Salzburg

Wir alle nutzen täglich zahlreiche Services und Gegenstände und wissen oft gar nicht, wieviel Köpfchen und Entwicklungszeit im Vorfeld dafür nötig ist. Die Lange Nacht der Forschung bot hier Gelegenheit, hinter die Kulissen der international renommierten Salzburger Forschungsarbeit zu blicken.

„Die Lange Nacht der Forschung will nicht nur informieren und unterhalten, sondern auch inspirieren“, sagt die Regionalkoordinatorin für das Bundesland Salzburg, Julia Eder von Salzburg Research. „Viele Standorte organisierten ein umfangreiches Angebot für Kinder und Jugendliche, das bestens angenommen wurde. Kreative Tüftler/-innen und Denker/-innen sind in der heimischen Forschung immer willkommen. Die Begeisterung des jungen Publikums gibt uns recht: Das vielfältige Programm hat die Faszination an der Forschung geweckt und möglicherweise den Grundstein für die eine oder andere Forschungskarriere gelegt.“

Auch das Interesse der Politik war wieder enorm groß. Landeshauptmann Haslauer, zahlreiche Vertreter/-innen der Landesregierung und des Landtags ebenso wie Bürgermeister Schaden tauschten sich mit heimischen Forscherinnen und Forschern aus. „Die umfangreiche Präsenz der politischen Vertreter/-innen ist ein Gradmesser für die Lange Nacht der Forschung und zeugt von der großen Bedeutung der Forschung für das Bundesland“, freuen sich die Organisatorinnen und Organisatoren der Langen Nacht der Forschung in Salzburg.

Aha-Erlebnisse für Alt und Jung

Die präsentierten Forschungsstationen spiegeln die enorme Bandbreite der innovativen Forschungsarbeit, die tagtäglich in Salzburger Universitäten, Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen passiert. „Die großen Herausforderungen der Zukunft können nur durch Zusammenarbeit von vielen klugen Köpfen bewerkstelligt werden“, betont Landeshauptmann Dr. Wilfried Haslauer. „Die Salzburger Forschungsstätten sind sowohl miteinander, international wie auch mit der heimischen Wirtschaft gut vernetzt und bringen damit einen enormen Innovationsschub für das Bundesland. Die Lange Nacht der Forschung macht die Leistungen der in Salzburg tätigen Forscherinnen und Forscher sichtbar und gibt Interessierten die Möglichkeit, in die Welt aktueller Forschungsbereiche einzutauchen. Es freut mich auch sehr, dass das Interesse der Jugendlichen für eine technische oder naturwissenschaftliche Ausbildung geweckt wird.“

Diese elf Salzburger Forschungsstätten gewährten bei der Langen Nacht der Forschung 2016 Einblicke in ihre Forschungsergebnisse – ein Gratis-Ticket für den öffentlichen Verkehr sorgte für den reibungslosen Transport von einem Ausstellort zum nächsten:

  • Die Fachhochschule Salzburg bot mit 30 Stationen den größten Standort. Besucher/-innen konnten dort u.a. entdecken, was den Strom intelligent macht und woher er kommt, wie der Mixer mit dem Fernseher kommuniziert, wie man den Fingerabdruck eines Baumes vermisst.
  • Erstmals war auch ein Ausstellort im Innergebirg dabei: Bei der HTL Saalfelden wurden Smartphones mit einem Hochleistungsmikroskop unter die Lupe genommen, der Computer lernte Mundart und die Frage beantwortet, was die NASA mit dem Pinzgau verbindet.
  • Ebenfalls erstmals dabei war das Österreichische Zentrum für Begabtenförderung und Begabungsforschung (ÖZBF). Dort wurde mit Mythen und Vorurteilen zu Begabten aufgeräumt. Besucher/-innen konnten u.a. eigene Stärken herausfinden.
  • Die Pädagogische Hochschule Stefan Zweig suchte nach der idealen Lehrperson, präsentierte erfolgreiche Lernkonzepte, zeigte den Musikunterricht 2.0 und beantwortete die Frage, was Bananen mit
    Inklusion zu tun haben.
  • Die Stationen der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität standen ganz im Zeichen des Gehirns. Neben einer Reise in die Geschichte der Hirnforschung und dem Besuch in einem Reinraumlabor konnten Besucher/-innen selbst aktiv Verhaltensforschung betreiben. Außerdem wurde das eigene Gedächtnis auf die Probe gestellt.
  • Die Paris-Lodron-Universität Salzburg ließ an 23 spannenden Mitmachstationen und Vorträgen zum Thema „[GRENZEN]LOS“ zeitliche, räumliche und thematische Grenzen der Forschung verschwimmen. Von der Flüchtlingsthematik bis zur Pollenallergie, von der Faszination Gehirn bis zur Krebstherapie, von den geografischen Grenzen Salzburgs bis zur Alter(n)sforschung und von der Mensch-Maschine-Interaktion bis zu „Star Wars“ wurden so aktuelle wissenschaftliche Themen auf verständliche Weise präsentiert.
  • Bei der Privatuniversität Schloss Seeburg konnten Besucher/-innen ihr eigenes Stressniveau testen und sich interaktiv mit verschiedenen Möglichkeiten der Share Economy vertraut machen.
  • Salzburg Research ermöglichte Einblicke in die Forschung rund um innovative Technologien und Internet. Interessierte konnten auf’s Fahrrad steigen und für die Forschung in die Pedale treten oder in der Modellwohnung erfahren, wie Technik die Generation 60+ im Alltag unterstützt.
  • An der Universität Mozarteum konnten die zahlreichen Gäste Horngeige, das Drachenfagott sowie die Reize des vietnamesischen Knies kennenlernen. Interessierte erfuhren außerdem, ob Mozart mit Messer und Gabel gegessen hat und warum seine Musik bei jedem Interpreten anders klingt.
  • Die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) präsentierte Einblicke in die Themen Wetter und Klima. Es gab Antworten auf diese und viele weitere Fragen: Was führte 2016 zum Jahr ohne Sommer? Was sehen Satelliten und was steckt hinter einem Tornado?
  • Die Luftgütemessstelle des Landes Salzburg am Mirabellplatz zeigte bisherige Erfolge sowie weiteren Handlungsbedarf bei den Maßnahmen der Luftreinhaltung in Salzburg.

Weitere Infos über alle Stationen der diesjährigen Langen Nacht der Forschung: www.langenachtderforschung.at/sbg

Österreichs größter Forschungsevent

Bei der Langen Nacht der Forschung öffneten Forschungsstätten aus allen neun Bundesländern ihre Türen und Labore. Rund 250 Ausstellorte von Dornbirn bis Eisenstadt ermöglichten an über 2.000 Stationen von 17:00 bis 23:00 Uhr einen Blick hinter die Kulissen. Bei freiem Eintritt konnten Interessierte eine Nacht lang Spitzenleistungen aus Wissenschaft und Forschung erkunden, verständlich erklärt in Form interaktiver Präsentationen, Experimente, Vorträge, Führungen und kindgerechter Mitmachstationen. Die Lange Nacht der Forschung ist damit Kontaktbörse der interessierten Öffentlichkeit mit den heimischen Forscherinnen und Forschern und zeigt zugleich Perspektiven auf für Ausbildung und Beruf.

Die Lange Nacht der Forschung ist eine Initiative des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft (BMWFW) und des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) mit Unterstützung des Bundesministeriums für Bildung und Frauen (BMBF).

Lange Nacht der Forschung in Salzburg

Das Zustandekommen und die erfolgreiche Durchführung der Langen Nacht der Forschung liegt zum größten Teil am Engagement der einzelnen Aussteller. Finanzielle Unterstützung für gemeinsame regionale Aktivitäten, wie z.B. das Gratis-Ticket für den öffentlichen Verkehr oder den Salzburger Info-Folder, kommt von den Kooperationspartnern  Land Salzburg und Stadt Salzburg. Die Regionalkoordination der Veranstaltung wurde wie in den Vorjahren von der Salzburg Research Forschungsgesellschaft übernommen.

Die nächste Lange Nacht der Forschung ist für April 2018 geplant.